Digitale Bildbearbeitung

Bildbearbeitungsprogramme sind unverzichtbar für die Erstellung von Internetseiten. Folgende Bildtypen finden sich in der Regel im WWW:
  • Hintergrundbilder
  • Schriftgrafiken
  • Buttons mit Text oder Symbolen
  • Fotografien
  • gezeichnete Bilder
  • Icons

Entweder liegen die Bilder oder Grafiken als Fotografie, Dia, Druck oder Zeichnung vor oder sie müssen mit einem Zeichenprogramm erstellt werden.

Daraus ergeben sich grundsätzlich zwei verschiedene Arbeitsschritte, die aber miteinander verknüpft sind. Ziel ist es, eines der im WWW verwendbaren Grafikformate zu erzeugen.

Scanner

Sind Bilder und Fotografien schon vorhanden, müssen sie eingescannt werden. Brauchbare Scanner gibt es bereits für wenig Geld zu kaufen - eine Scansoftware liegt in der Regel dem Gerät bei. So genannte Plug-Ins der Scanprogramme können in einen dafür vorgesehenen Ordner der Grafikprogramme ("Extras" oder dergl.) installiert werden. Damit sind die Grafikprogramme in der Lage, direkt auf den Scanner zu zugreifen. Das muss aber nicht so sein, die Scanprogramme speichern ein gescanntes Bild auch selbst ab. Dieses lässt sich dann mit dem Grafikprogramm öffnen.

Zum Scannen von Dias benötigt man eine "Durchlichteinheit". Dabei ist im Deckel noch eine Lampe eingebaut, die das Dia oder auch das Negativ von oben durchleuchtet und damit scanbar macht. Die Qualität des Scanners hängt von der Optik, den Motoren und der Elektronik ab. Die Farbtiefe bestimmt die Menge der erfassbaren Farben. 32 Bit Farbtiefe sind Standard und ausreichend für gute Scans.

Beim Scannen sollte unbedingt die "Auflösung" beachtet werden. Sofern man das gescannte Bild nicht ausdrucken möchte, reicht eine Auflösung von 72 dpi (dots per inch) für die Weiterverarbeitung für das WWW vollkommen aus. Sonst werden nur unnötig große Bilder erzeugt, die den Rechner unangenehm verlangsamen. Nur wenn die Vorlage kleiner ist als das später verwendete Bild, sollte die Auflösung etwas höher gesetzt sein (Dias und Negative).

Zeichenprogramme

Wer künstlerisch versiert ist, kann Grafiken und Bilder auch selbst zeichnen. Dazu sollte man den Unterschied zwischen Vektorgrafiken und Pixelgrafiken beachten. Professionelle Zeichenprogramme arbeiten auf Vektorbasis. Dabei wird das Bild, z.B. eine Linie oder ein Kreis nicht als Bild abgespeichert sondern als mathematische Formel. Der Vorteil ist, dass die Zeichnung sehr flexibel zu handhaben ist und sich z. B. problemlos vergrößern lässt, ohne dass die Zeichnung unscharf, kantig oder "pixelig" wirkt.

Pixelbasiertes Zeichnen erstellt ein Bild aufgrund von einzelnen Bildpunkten (Pixel). Hat ein Monitor die Auflösung von 1016 auf 768 dpi, zählt die Bildschirmbreite 1016 Bildpunkte.

Pixelbasierte Zeichenprogramme sind billiger und zunächst leichter zu bedienen.

Für das Internet werden Grafiken immer in Pixelgrafiken umgerechnet.

Moderne Grafikprogramme mischen Pixel- und Vektortechnik. Sie haben z.T. eine starke Ausrichtung auf die Bedingungen im Internet oder sind eher klassisch an der Arbeit des Grafikers orientiert. Sie bieten oft jede Menge an vorgefertigten Mustern, Hintergründen, Farbverläufen bis zu der Möglichkeit Animationen zu erstellen oder die erstellte Grafik als HTML-Seite abzuspeichern mit darin liegenden Bildern.

 

Bildbearbeitungsprogramme

Neben professionellen Programmen wie Adobe PhotoShop gibt es zahlreiche kostenlose Alternativen wie beispielsweise GimpXnView und IrfanView, die ebenfalls über die gängigen Funktionen verfügen.

Mittlerweile sind lokal installierte Programme nicht mehr zwingend erforderlich. Wer über einen Internetzugang verfügt, der kann ebenso mit Online-Tools arbeiten. Diese laufen im Browser und benötigen in der Regel lediglich ein Flash-Plugin.

 

Autor: Andreas Konitzer für MediaCulture-Online

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